Ferienplanung als Alleinerziehender Vater mit beschränktem Budget

In ein paar Tagen beginnen die Sommerferien mit meinen Kindern und ich habe mir lange den Kopf darüber zerbrochen, dass ich den Kindern dieses Jahr keine grosse Ferienreise ans Meer bieten kann, wie ihre Schulkameradinnen es haben. Obwohl die Kinder bei mir leben, erlaubt es der Unterhalt an meine Ex während der Trennung leider nicht, grosse Sprünge zu machen.

Nun habe ich mir überlegt, dass ich den Kindern anbieten werde, unseren  gemeinsamen Ferienplan selber zusammenzustellen. Ich habe Zuhause einen Kalender für die drei Ferienwochen an die Wand geklebt und stelle ihnen 53 Aktivitäten als Optionen für ihre Planung zur Verfügung. Ich habe ihnen dann je einen Zürcher Ferienpass (ZVV) für CHF 25.– gekauft, mit dem sie Vergünstigungen erhalten und im ganzen Raum Zürich gratis Bus, Zug, Schiff und Seilbahnen benützen können. Die meisten der 53 Aktivitäten habe ich so ausgewählt, dass sie unser Budget nicht oder kaum belasten – auch dank den Vergünstigungen des Ferienpasses – und dass die Aktivitäten von der Distanz her erreichbar sind. Um doch einen Akzent / Höhepunkt zu setzen, habe ich zusätzlich einen begleiteten Reitausflug für die Kinder und mich gebucht (ich mag keine Pferde, aber genau mein Mitmachen bedeutet den Kids viel…).

Es es ist ja auch nicht leicht, Teenager-Kinder überhaupt noch für Familienaktivitäten zu begeistern. Die Kids haben ihre eigenen Pläne, verbringen Zeit am Handy oder haben manchmal einfach keine Lust auf den Aktionismus der Eltern. Mit meinem Plan gebe ich den Kindern die Möglichkeit, selber zu bestimmen, wann, was und wieviel sie unternehmen möchten. Wir werden miteinander verhandeln, was man kombinieren kann und was realistisch ist. Weiter werden sich die Kinder untereinander abstimmen müssen über ihre persönlichen Vorlieben und Prioritäten und so hoffe ich, dass wir einen kindergerechten und ausgewogenen Ferienplan ausarbeiten können.

Ich erhoffe mir mit diesem Kalender einerseits, dass meine Kinder ihre Planungsfähigkeiten trainieren, das Verhandeln lernen und sich dann dem gemeinsamen Plan verpflichtet fühlen. Sie lernen andererseits, dass unter den gegebenen Umständen nunmal nicht alles möglich ist. Wenn alles klappt, werden die Bedürfnisse jedes Familienmitglieds gleich berücksichtigt und sie können ihre eigene Aktivitätsdichte und genug „Ich-Zeit“ einplanen.

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